"Wir arbeiten im Moment mit über 70 Kliniken und Praxen zusammen, die uns über Jahre die Bilder entweder per Taxi oder über den Postweg zugeschickt haben."

Prof. Dr. med. Michael Forsting, Universitätsklinikum Essen

NRW setzt weiter auf den Westdeutschen Teleradiologieverbund

FALKO.NRW entwickelt Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablen Netzwerken

NRW setzt weiter auf den Westdeutschen Teleradiologieverbund
FALKO.NRW entwickelt Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablenNetzwerken

Im Rahmen der MEDICA inDüsseldorf übergaben am 16. November 2015 die NRW-Minister Garrelt Duin (Wirtschaft) und Barbara Steffens (Gesundheit) die Sieger-Urkunde für das Projekt FALKO.NRW imLeitmarktwettbewerb Gesundheit.NRW an Projektleiter Leif Grundmann (MedEconRuhr) und Marcus Kremers vom Westdeutschen Teleradiologieverbund.

FALKO.NRW steht für „Medizinische Falldatenkommunikation in interoperablen Netzwerken" und soll mit 17 Projektpartnern, darunter vier Kliniken der Ruhr-Universität Bochum, die Hochschule Niederrheinsowie die Firmen CompuGroup, DMI, IHE Deutschland, Healthcare IT Solutions, RZV, VISUS ab Frühjahr 2016 weitere Lösungsszenarien auf der etablierten Plattform des Westdeutschen Teleradiologieverbundes entwickeln. Im Kern geht es hierbei um den standardbasierten Austausch fallbezogener Informationen zwischenverschiedenen, an der Behandlung beteiligten, Leistungserbringern.

Zudem soll, um den Austausch vonInformationen, speziell Befundanforderungen und Befunde, zu standardisieren und besser zu dokumentieren, gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein konkretes Anwendungsszenarium im Rahmen der Schwerverletztenversorgung entwickelt, erprobt und etabliert werden.

Ein weiteres Nutzungsszenarium und von besonderer Bedeutung ist der frühzeitige Erhalt von Voruntersuchungenin Reha-Einrichtungen. Diese Informationen sind bei der Planung der Behandlungenfür den Patienten sehr hilfreich. Mit den Kliniken der Westfälischen Gesundheitszentrum Holding in Bad Sassendorf sollen Arbeitsprozesse, auch durchtechnische Unterstützung, verbessert werden. Bereits jetzt empfangen Reha-Kliniken monatlich hunderte Voruntersuchungen aus zahlreichen Kliniken des Westdeutschen Teleradiologieverbundes.

Für Marcus Kremers, Geschäftsführer der MedEcon Telemedizin GmbH, unterstreicht dieses Projekt,dass der Westdeutsche Teleradiologieverbund mit seinen über 200 vernetztenKliniken und Praxen eine nachhaltige Basis für weitere Entwicklungen im BereicheHealth und Telemedizin bleiben wird.

Pressemeldung als pdf hier

 

v.l.n.r.: Garrelt Duin, Marcus Kremers, Leif Grundmann, Barbara Steffens

Aktuelles

29.06.16 | Presse

E-HEALTH-COM: Telemedizin: DICOM-E-Mail goes IHE

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22.06.16 | Presse

E-HEALTH-COM: Telemedizin - Netzwerk öffne dich

Philipp Grätzel von Grätz, Chefredakteur E-HEALTH-COM widmet sich der Thematik und verweist auch auf den Westdeutschen Teleradiologieverbund. » weiter

14.05.16 | Presse

Wirtschaftwoche: Telemedizin: Digitaler Austausch unter Ärzten kann Leben retten

Viele Ärzte und Kliniken kommunizieren nur analog. Ein Firmenverbund aus dem Ruhrgebiet will nun die Medizinbranche digitalisieren, damit Gesundheitsdaten in Notfällen schneller verfügbar sind. » weiter


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Termine

29.09.2016 bis 29.09.2016

8. Praktikerseminar: Technologiefortschritt durch E-Health in der Patientenversorgung

Der Westdeutsche Teleradiologieverbund und das Projekt FALKO.NRW präsentieren sich auf der gemeinsamen Veranstaltung von BMC NRW und dem Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland. » weiter

04.10.2016 bis 04.10.2016

eHealth-Kongress 2016

Der eHealth-Kongress 2016 bietet einen fachlichen Austausch zu telemedizinischen Anwendungen und zeigt, wie sich neue Geschäftsfelder im Zukunftsfeld Gesundheit erschließen lassen, so dass auch in Hessen die digitale medizinische Zukunft beginnen kann. » weiter

06.10.2016 bis 06.10.2016

Möglichkeiten und Perspektiven von telemedizinischen Kooperationen in der Gesundheitsregion Köln-Bonn

Mit der Teilnahme des UK Köln bieten sich weitere neue Kooperationen in NRW und darüber hinaus. - Zuvor erläutert Hr. Redders die Landesstrategie eHealth. » weiter


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Postversand-Ersatz

Der übliche Weg, Patientenbilder auf Datenträgern gebrannt weiterzugeben, ist mit einem hohen Produktions-, Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Zusätzlich besteht die Ungewissheit, ob der Datenträger unversehrt ankommt und die Daten in das dortige System eingelesen werden können. Im Verbund erfolgt der Bildversand umgehend per DICOM E-Mail. Der Versender sieht dabei den aktuellen Versandstatus der Bilder und hat somit Gewissheit, dass diese beim gewünschten Empfänger angekommen sind.

Facharztkommunikation

Der bilderstellende Arzt kann die Patientenaufnahmen dem zuweisenden Facharzt zeitnah per DICOM E-Mail zusenden, so dass dieser schnell die weiteren Maßnahmen einleiten kann. Dies führt zu Zeitersparnis und einer höheren Patientenzufriedenheit.

Verlegungsbegleitende Bildübermittlung

Bei der Verlegung eines Patienten in eine andere Klinik oder in eine Reha-Einrichtung könnenvorhandenen Bilddaten per DICOM E-Mail die aufnehmende Klinik und Fachabteilung noch vor dem Patienten erreichen. Somit können eine lückenlose Behandlung gewährleistet und Doppeluntersuchungen vermieden werden.

Bereitstellung von Voruntersuchungen

Wichtige und hilfreiche Voruntersuchungen stehen im Bedarfsfall oft nicht zur Verfügung und können kurzfristig nicht beschafft werden. Im Teleradiologieverbund Ruhr können diese umgehend angefordert, versendet und empfangen werden. Damit ist eine schnellere und bessere Behandlung des Patienten möglich.